Pfalzfelder Markt startet mit Freibier

Wohl der Gemeind´, die auf ein verbrieftes Marktrecht verweisen kann. Denn ein solches Privileg zeugt von der Bedeutung des Ortes. Das gilt auch für Pfalzfeld. Der Markt hat eine jahrhundertealte Tradition.

Freibier für alle – das gibt’s wohl nur auf dem Pfalzfelder Markt. Dabei hat die Spendierfreudigkeit der Vorderhunsrückgemeinde schon Tradition. Punkt 12 Uhr schlägt der Bürgermeister das Fass an und begrüßt die Anwesenden. Strahlende Freibiergesichter zeugen vom Erfolg des Eröffnungsrituals.
Es ist Markttag. Schon am Vormittag herrscht reger Betrieb auf dem Festgelände an der Straße nach Lingerhahn. Die Vorfreude auf Freibier macht Lust auf lockere Kommunikation. Steak, Bratwurst und Salate finden erste Abnehmer. Klubs die zu Fuß unterwegs zum Markt waren, genießen vorzeitig das kühle Bier. Auch an den Marktständen finden sich erste Schnäppchenjäger.
Dann kommt der Moment auf den alle gewartet haben: Bürgermeister Karl Moog eröffnet den Markttag hochoffiziell mit dem Fassanstich. Bis ins Jahre 1410 lässt sich der Pfalzfelder Markt zurückdatieren. Klar, dass Moog mit Stolz die fast 600-jährige Tradition verkündet: „Es ist ein ganz wichtiger Markt im Hunsrück“. Auf zwei Termine im Jahr verteilt war der Kram- und Viehmarkt über die Grenzen des Vorderhunsrücks bekannt. Wie groß die Bedeutung des Pfalzfelder Marktes war, geht aus einer Mitteilung des St. Goarer Kreisblattes vom 3. Juni 1885 hervor. „Der heute hier abgehaltene Viehmarkt ergab einen Auftrieb von 760 Stück Rindvieh“, hieß es dort. Heute steht die Geselligkeit im Vordergrund. Aus allen umliegenden Dörfern kommen die Gäste. Die Pfalzfelder Vereine übernehmen die Bewirtung. Zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr, des Gymnastikvereins, des Tischtennisvereins und des Sportvereins legen sich mächtig in Zeug. „Ohne sie wäre dieser Markt nicht möglich“, lobte Moog ihr Engagement. Nach wie vor lebendig ist der Krammarkt. Neben Haushaltswaren, gebrannten Mandeln, Gewürzen und Textilien gibt es auch „original Niederburger Backesbrot“. 30 Standbetreiber haben sich angemeldet. Da sich der Himmel auch gnädig zeigte, stand einem vergnüglichen Markttreiben nichts im Wege.

Artikel der Rhein-Hunsrück-Zeitung zum Pfalzfelder Markt am 14.08.2009

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