Aug 11

Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 4. August 2014

Neuer_Gemeinderat

Kommunalpolitik Karl Moog vereidigt Peter Hammes als Ortschef

In Pfalzfeld hat jetzt die „Nach-Moog-Zeit“ begonnen. Ein Vierteljahrhundert hatte Karl Moog zuvor die Geschicke der Hunsrückgemeinde geleitet (wir berichteten). Jetzt traf sich der neu gewählte Ortsgemeinderat von Pfalzfeld zu seiner konstituierenden Sitzung. Als geschäftsführender Ortsbürgermeister eröffnete Karl Moog die Sitzung. Zu Beginn ließ er seine langjährige Amtszeit ausführlich Revue passieren und dankte allen, die ihm in den vergangenen 40 Jahren im Gemeinderat und davon 25 Jahren als Ortsbürgermeister unterstützt haben. Nach seiner Abschiedsrede verpflichtete Moog die bei der Wahl des Ortsgemeinderates gewählten Ratsmitglieder Pfalzfeld durch Handschlag auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten gemäß den Bestimmungen der Gemeindeordnung. Dann händigte er dem durch Urwahl gewählten neuen Ortsbürgermeister Peter Hammes die Ernennungsurkunde aus, vereidigte ihn und führte ihn in sein Amt ein.

Ortsbürgermeister Hammes übernahm anschließend den Vorsitz. Er und der geschäftsführende Erste Beigeordnete Franz Braun würdigten eingehend das langjährige, erfolgreiche ehrenamtliche Engagement von Karl Moog als Ortsbürgermeister und Ratsmitglied. Dabei wurde nochmals deutlich, dass der scheidende Ortsbürgermeister zahlreiche wichtige Projekte umsetzen und gleichzeitig die erhebliche Verschuldung der Gemeinde komplett zurückführen konnte. Pfalzfeld hat sich unter seiner Verantwortung bestens entwickelt und verfügt mit Grundschule, Kindergarten und Industriegebieten über eine zukunftsfähige Infrastruktur. Die stete Unterstützung durch Ehefrau Brigitte fand ebenfalls große Anerkennung.

Auch Verbandsgemeindebürgermeister Peter Unkel dankte Karl Moog für die stets gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit und würdigte die hervorragende Erfolgsbilanz des langjährigen kommunalen Mitstreiters.

Danach stand die Wahl der Beigeordneten auf der Tagesordnung. Als Ersten Beigeordneten wählte der Ortsgemeinderat Franz Braun, der aus den Händen von Ortsbürgermeister Hammes die Ernennungsurkunde erhielt. Infolge Wiederwahl entfielen Vereidigung und Amtseinführung. Als weiterer Beigeordneter wurde André Weißhaupt gewählt, der von Hammes die Ernennungsurkunde erhielt, vereidigt und in sein Amt eingeführt wurde.

Aug 10

Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung

Kommunalpolitik In 25 Jahren Amtszeit hatte der Ortsbürgermeister von Pfalzfeld einen Berg von Problemen zu bewältigen

Karl_Moog

Aug 9

Der 1. Beigeordnete der Ortsgemeinde Pfalzfeld, Franz Braun, verabschiedet Ortsbürgermeister Karl Moog

Lieber Karl,
Herr Bürgermeister Unkel,
Herr Ortsbürgermeister Hammes,
liebe Ratskollegen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,

mit der Ernennung von Peter Hammes zum neuen Ortsbürgermeister von Pfalzfeld geht eine Ära zu Ende, das 40 Jahre dauernde ehrenamtliche Wirken von Karl Moog für die OG Pfalzfeld:

  • 15 Jahre als Gemeinderatsmitglied
  • 25 Jahre als Ortsbürgermeister.

Diese Zeitenwende möchte ich zum Anlass nehmen, kurz auf das Engagement von Karl Moog zurückzublicken:

Es begann mit der Gemeinderatswahl im März 1974. Damit wir besser begreifen, wie lange das zurückliegt:
Damals waren 8 der jetzt gewählten 12 Ratsmitglieder noch gar nicht geboren bzw. hatten Pfalzfeld noch nie gesehen   u n d   Deutschland war erst einmal Fußballweltmeister.

Also: Zu dieser Gemeinderatswahl 1974 traten einige junge engagierte Leute (darunter der 23-jährige Karl Moog) an und wollten Bewegung in das Pfalzfelder Gemeindeleben bringen. Das ist ihnen auch schnell gelungen. Unter der Leitung von Ortsbürgermeister Manfred Michel wurde

  • eine Mehrzweckhalle neu gebaut
  • ein Kindergarten eingerichtet
  • der Pfalzfelder Markt mit seiner Jahrhunderte alten Tradition wieder eingeführt
  • das Neubaugebiet „Hofgarten“ erschlossen und
  • mit der Planung und Erschließung des Industriegebietes an der Autobahn begonnen

(um nur einige wesentliche Punkte zu nennen).

Nach 15 Jahren Gemeinderatsarbeit wurde Karl Moog dann am 16. August 1989 als 39-Jähriger zum Ortsbürgermeister gewählt und übernahm die Hauptverantwortung für die Geschicke des Dorfes. In den folgenden Jahren ist in Pfalzfeld Vieles bewegt worden:

  • der Kindergarten musste zweimal mit erheblichem Aufwand erweitert werden
  • ein neuer Kinderspielplatz ist neben dem Friedhof geschaffen worden
  • die Mehrzweckhalle ist renoviert und erweitert worden
  • das Wohngebiet „Hofgärten/Am Scheid“ wurde erschlossen
  • Pfalzfeld hat nach 22 Jahren wieder eine Grundschule bekommen, womit kaum noch jemand gerechnet hatte
  • ein neues Feuerwehrgerätehaus wurde gebaut, dem zuvor das alte Gemeindehaus weichen musste
  • ein neues Gemeindehaus ist – zu einem beachtlichen Teil in Eigenleistung – an die Mehrzweckhalle angebaut worden
  • der Backesplatz wurde neu gestaltet
  • die alte Backesglocke bekam wieder einen würdigen Platz
  • die Industriegebiete beschäftigten Bürgermeister und Rat fast ununterbrochen:
    • das Industriegebiet „An der Autobahn“ wurde erschlossen, die gemeindeeigenen Grundstücke mussten vermarktet werden und Nutzungsänderungen waren unausweichlich,
    • im Industriegebiet „Layen“ sind die Straßen, Gehwege und Beleuchtung erneuert worden
  • am Bahnhof ist eine Keltengedenkstätte entstanden
  • die Problematik der Dorfkernsanierung ist bewusst geworden und mit dem Ankauf zweier alter Häuser wurden erste Fakten geschaffen
  • und vor kurzem wurde der Neuausbau der Hausbayer Straße auf den Weg gebracht

Dies alles ist gelungen, ohne die nachfolgende Generation mit Schulden zu belasten:
Pfalzfeld ist am Ende der Amtszeit von Karl Moog schuldenfrei und das auch ohne eigene Pachteinnahmen für Windradstandorte.

Alle genannten Vorhaben (und das war keine abschließende Aufzählung) wurden in unzähligen Gemeinderatssitzungen vorbereitet, besprochen und entschieden. Die Sitzungen liefen meist harmonisch und geprägt von sachlichen Diskussionen ab.

Aber zwei Entscheidungen, bei denen es sehr aufgeregt und emotional herging, werde ich wohl nie vergessen:

  1. Ende 1994, als nach langem politischem Ringen die Zusage zum Bau einer neuen Grundschule zum Greifen nahe war und es lediglich noch um die Festlegung des Schulstandortes ging und
  2. 2007/2008, als über Nutzungsänderungen im Industriegebiet an der Autobahn zu entscheiden war und gewisse Investoren dort einen Erotikfachmarkt und ein großes Edelbordell errichten wollten.

In der Rhein-Zeitung waren damals neben unzähligen Leserbriefen zum Thema „Schule“ auch Schlagzeilen wie
„Was ist bloß los in Pfalzfeld?“     oder
„Schulstandortdebatte hatte parlamentarisches Vorspiel und gehörige außerparlamentarische Begleitmusik“  zu lesen

Und zum Thema „Industriegebiet“ stand im „Bauchladen“ der Rhein-Zeitung samstags einmal ein Beitrag mit der Überschrift „Don Dübbeldo und Karlone“ und ein anderer Artikel hatte die Schlagzeile „Eklat überschattet die Gemeinderatssitzung in Pfalzfeld“. (Zur Klarstellung: dieser sogenannte Eklat wurde nicht durch den Ortsbürgermeister ausgelöst). Dem Ortsbürgermeister und dem Rat ist es aber in beiden Fällen gelungen, auf der Sachebene an den Interessen des Dorfes orientierte Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen.

Bei der Industrieansiedelung sind wir zwar nicht so erfolgreich wie die Nachbarindustriegebiete an der A 61, aber es ist mit Vernunft, Beharrlichkeit und letztlich auch mit juristischen Mitteln gelungen, Abstoßendes von unserem Dorf fernzuhalten.

Den Bau der neuen Grundschule würde ich sogar als den größten politischen Erfolg der Ortsgemeinde Pfalzfeld in der Ära „Karl Moog“ bezeichnen. Die Gemeinde hatte erfolgreich die einmalige Chance realisiert, historische Fehler auszubügeln, die in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Pfalzfeld und in den angrenzenden Dörfern auch vor dem Hintergrund unterschiedlicher Konfessionszugehörigkeiten gemacht wurden.

Ein Höhepunkt der Amtszeit waren sicherlich die Feierlichkeiten anlässlich der 1100-Jahr-Feier im Jahre 1993, verbunden mit unendlich viel Arbeit und Aufwand. Wir alle, die das damals miterleben durften, erinnern uns immer wieder gerne daran. Diese gemeinsamen Anstrengungen des ganz überwiegenden Teils der Bevölkerung führten damals zu einer spürbaren Stärkung des Zusammenhalts im Dorf.
Diese gute Stimmung wirkte sich auch auf das Ergebnis der Kommunalwahlen 1994 aus, als Karl Moog bei der Wahl zum Ortsbürgermeister ein Traumergebnis von über 93 % Zustimmung erreichte.

Dass dieses Ergebnis in den folgenden 20 Amtsjahren nicht mehr zu steigern war, ist für niemanden überraschend. Im Interesse des Allgemeinwohls sind im Laufe der Jahre manchmal auch Entscheidungen zu treffen, die nicht jeden individuell zufriedenstellen. Eine Erfahrung, die vielleicht auch der neue Ortsbürgermeister machen wird…

In diesem Jahr hat uns Karl Moog gezeigt, dass er auch nach 40 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit immer noch herausragende Wahlergebnisse erzielen kann. Er stellte sich erneut erfolgreich den Wählerinnen und Wählern auf Kreis- und Verbandsgemeindeebene und wurde auf den Listen jeweils weit nach vorne gewählt, beim Kreistag von Platz 15 auf 9 und beim Verbandsgemeinderat sogar vom 19. auf den 7. Rang. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Dir, lieber Karl, in diesen Funktionen.

Die Funktion des Ortsbürgermeisters endet am heutigen Tag. Wie ich Deiner Einladung für heute Abend entnommen habe, verbindest Du mit diesem Ende den Beginn von neuen Freiheiten. Ich wünsche Dir, dass Deine Erwartungen erfüllt werden und danke Dir im Namen der Ortsgemeinde für Dein Jahrzehnte langes Engagement und persönlich für die sehr lange und gute Zusammenarbeit!

Lieber Karl,
damit weiter guter Kontakt zu uns, dem Gemeinderat, aber auch zu den Nachbarn und allen Einwohnern des Dorfes erhalten bleibt und keine trennende „Hecke“ zwischen uns hochwächst, schenken wir zum Abschied einen Gutschein der Fa. H+H-Gartentechnik Lingerhahn zum Kauf einer Motorheckenschere.

Und weil ein pensionierter Ortsbürgermeister seinen Ruhestand auch ein wenig genießen soll, legen wir noch ein paar Flaschen edlen Spätburgunder vom Weingut Goswin Lambrich dazu.

Jetzt wäre ich eigentlich am Ende meiner Ausführungen, wenn die Amtszeit von Karl Moog nicht von einem „hellen Stern“ begleitet worden wäre. Und damit meine ich seine Frau Brigitte. Oft ist es so, dass bei der Verabschiedung eines Mannes aus einem Ehrenamt der Gattin dafür gedankt wird, dass „sie ihm bei allem den Rücken frei hielt“. Das ist hier anders. Was Brigitte Moog in den vergangenen 25 Jahren auch ohne Aufwandsentschädigung für die Gemeinde geleistet hat, geht weit, sehr weit, über ein „Rückenfreihalten“ hinaus.
Zwei Dinge möchte ich besonders erwähnen:

  1. Das ständig den Jahreszeiten angepasste Schmücken von Dorfplätzen mit Blumen und Pflanzen.
  2. Die Jahr für Jahr aufwändig vorbereiteten und liebevoll gestalteten Altentage.

Ich bin überzeugt, dass Brigitte auch eine wichtige Beraterin des Ortsbürgermeisters war. An vielen Gemeinderatssitzungen saß sie aufmerksam und gelegentlich auch emotionsgeladen unter den Zuhörern und ab und zu hatte ich den Eindruck, dass sie gern in das Diskussionsgeschehen eingegriffen hätte.

Liebe Brigitte,
für dies alles und die unzählig vielen kleinen Dinge, um die Du Dich vorbildlich und mit Akribie gekümmert hast, ein herzliches Dankeschön!

- Franz Braun -

Aug 4

Pfalzfelder_Markt_2014

Zu den angenehmen Dingen die Pfalzfeld mitten im Hochsommer zu bieten hat, gehört ganz sicher der alljährliche Markt im Wald an der Straße nach Laudert bzw. Lingerhahn. Pfalzfelder Markt ist angesagt.
Am Freitag dem 8. August um die Mittagszeit eröffnen die Marktstände. Als wäre es nie anders gewesen wird der „neue“ Ortsbürgermeister Peter Hammes, pünktlich um 12:00 Uhr, das erste Fass anzapfen und die Gäste mit Freibier begrüßen. Bis spät in die Abendstunden können sich kleine wie große Marktbesucher amüsieren. Kaufleute und fliegende Händler haben einen ansprechend feinen Markt aufgebaut. Zu diversen Verkaufsständen kommen Bierzelt, Weinstand, Bierpavillon, Grillstände und Süßwarengeschäfte.  Kunsthandwerker jeglicher Art halten wieder ihre Waren feil. Dem interessierten Liebhaber werden neben Kunstgegenständen aus Keramik, Glas, Ton, Email und Stein auch Zinn- sowie Silberunikate zu erschwinglichen Preisen angeboten.
Der Reiz des Marktes besteht auch darin, dass er auf eine mehr als 600-jährige Tradition zurück blicken kann und an historischer Stelle abgehalten wird. Prägendes Element des seit dem Jahre 1410 bekannten Marktplatzes sind die uralten Kastanien, deren weit ausladende Kronen vor Sonne und Regen schützen. Dass sich die vielen Marktbesucher wohl fühlen, dafür sorgen neben der Gemeinde Pfalzfeld die im “Vereinsring” zusammen geschlossenen Ortsvereine.

Aug 3

Ortsbürgermeister Karl Moog verabschiedet sich nach 25 Jahren am 23. Juli 2014

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
Herr Bürgermeister Unkel,
liebe Ratsmitglieder,

in wenigen Augenblicken beende ich nach 25 Jahren meine ehrenamtliche Tätigkeit als Ortsbürgermeister von Pfalzfeld, die ich am 16. August 1989 begonnen habe. Ich tue dies aus eigenem Entschluss, keiner hat mir dazu geraten, im Gegenteil. Ich will aufhören zu einem Zeitpunkt, an dem ich noch Respekt erhoffen darf und nicht Mitleid befürchten muss.

Diejenigen die 1989 schon dabei waren wissen es: Der Anfang war schwer, die Gemeinde enorm verschuldet, der Ruf dahin. Die Zukunftsaussichten trübe.

Enorme Unterstützung und großen Rückhalt fand ich, vom ersten Tage bis zu letzten Tage, in den langjährigen Beigeordneten Franz Braun und Waldemar Schneider. Die oft kritisch, aber dennoch fördernd und ausgleichend, meine Arbeit begleitet haben.

Lieber Franz,
lieber Waldi,
ohne Euch hätte ich das Amt des Ortsbürgermeisters sicherlich keine 25 Jahre ausüben können. Ich darf Euch heute ganz herzlich danken.

Ebenso herzlich will ich meiner Familie, unseren Söhnen, insbesondere meiner Ehefrau Brigitte danken, die stets Verständnis für meine ehrenamtliche Tätigkeit hatte, und noch hat. Die mich immer, wo es nur möglich war, unterstützte, entlastete  und mir sehr viel Arbeit abnahm. Vielen Dank Brigitte.

25 Jahre sind zwar in geschichtlichen Zeiträumen gemessen nicht viel. Für die Entwicklung einer Kommune, für die Tätigkeit eines Einzelnen ist es eine lange Zeit. Was ist in den letzten 25 Jahren so alles in Pfalzfeld geschehen, was wurde voran gebracht? Ich darf einige grundlegende „Ereignisse“ ansprechen:

Da war zunächst die Erschließung des Industriegebietes „An der Autobahn“. Vor dem Hintergrund unklarer vertraglicher Regelungen drohte der Landeszuschuss, in Höhe von damals von knapp 1.000.000,00 DM, verloren zu gehen. Was für unsere verschuldete Gemeinde eine Katastrophe gewesen wäre. Etliche Fahrten nach Mainz, schwierige Verhandlungen mit den leider auch „im Boot“ befindlichen Privateigentümern führten letztlich zum Erfolg. Wir durften den Zuschuss behalten.

Vor dem Hintergrund fehlender Wohnbauplätze, zwölf junge Pfalzfelder Familien waren bereits in Nachbargemeinden abgewandert, musste das seit Jahren in Planung befindliche Wohnbaugebiet „Auf den Hofgärten – Am Scheid“ erschlossen werden. Auch das ist uns gelungen.

Die im Jahre 1993 anstehende 1100-Jahr-Feier wurde von der Dorfgemeinschaft mit Bravour gemeistert. Ein  großer Erfolg für alle Pfalzfelder. Als Schirmherr konnte der damalige Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer gewonnen werden. Ebenfalls ein großer Erfolg für uns Pfalzfelder.

Im Zuge der 1100-Jahrfeier war der Brandweiher grundlegend zu sanieren, was gleichzeitig eine Bedingung für die Errichtung eines neuen Feuerwehrgerätehauses war. Das alte Gemeindehaus wurde abgebrochen. Der Backesplatz neu gestaltet. Die Grundschule konnte wieder ins Dorf geholt werden. Um den Bau der Grundschule realisieren zu können waren, sage und schreibe, 29 notarielle Grundstücksverträge erforderlich.

Die Nachbildung unserer „Flammensäule“ fand in einem sehr gepflegten Umfeld, in der Nähe des Bahnhofes, einen ehrenvollen und viel bewunderten geeigneten Standplatz.

Der Kindergarten wurde erweitert sowie mehrfach saniert. Nicht zuletzt ist neues funktionales Gemeindehaus, mit viel Eigenleistung, gebaut worden.

Neben dem Erwerb der Anwesen „Neuhaus“ und „Markies“, musste die „Industriestraße“ im Industriegebiet „Layen“  komplett saniert werden. Es musste aber auch ein geplanter „Bordellbetrieb“ in unserer Gemarkung – gerichtlich – abgewehrt werden. Selbst das Oberverwaltungsgericht hat uns Recht gegeben. Verantwortlich hierfür zeichnete allein der damalige Gemeinderat, die zuständigen Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung in Emmelshausen – allen voran Bürgermeister Peter Unkel – und nicht zuletzt „unser“ Rechtsanwalt, sonst niemand.

In den letzten Jahren wurde viel Geld in Pfalzfeld investiert. Es wurde aber auch gespart. Wir haben derzeit einen Rücklagenbestand von rund 270.000,00 €. Die dauernde Leistungsfähigkeit unserer Gemeinde ist auf Jahre gesichert, wenn verantwortungsvoll mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln umgegangen wird.

Trotz 268 Gemeinderatssitzungen,
25 Sitzungen des Rechnungsprüfungsausschusses,
24 Sitzungen des Elektrizitätszweckverbandes,
25 Sitzungen des Waldverbandes „der Scheid“,
25 Sitzungen des Forstzweckverbandes
und vielen Sitzungen des Verbandsgemeinderates,
etlicher Vorberatungen im Gemeinderat
sowie Einwohnerversammlungen,
ich könnte die Aufzählung beliebig fortführen,
hat mir die Aufgabe „Dienst für den Bürger“ sehr viel Spaß gemacht.

Ich möchte diese 25 Jahre als Ortsbürgermeister, aber auch vorher die 15 Jahre im Gemeinderat nicht missen. Sie haben mein Leben ganz wesentlich mitgeprägt. Ich bereue keinen einzigen Tag und bin dankbar die Entscheidung, vor 25 Jahren das Amt des Ortsbürgermeisters anzutreten, getroffen zu haben. Aus der Zusage einer halben Legislaturperiode, sind tatsächlich fünf Legislaturperioden geworden.

Ein Wehrmutstropfen: Obwohl jahrzehntelanger Bemühungen ist es mir leider nicht gelungen, den Landesbetrieb Mobilität davon zu überzeugen, dass unsere Hauptstraße (die
Landesstraße L 214) einer dringenden Sanierung bedarf.

Lieber Peter,
Dir wünsch ich ein erfolgreiches Wirken im „neuen“ Ehrenamt und eine glückliche Hand im Umgang mit den Bürgern und den Ratsmitgliedern. Du hast in vielen Funktionen innerhalb unserer Gemeinde, u. a. über zwei Jahrzehnte im Gemeinderat, bewiesen dass Du das Ehrenamt ernst nimmst. Wie viele andere bin auch ich der Überzeugung, dass Du ein guter, verantwortungsvoller Ortsbürgermeister sein wirst.

Liebe Ratskollegen,
lieber Peter Unkel,
Euch allen danke ich für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung meiner Arbeit als Ortsbürgermeister in den vergangenen 25 Jahren. Für die Zukunft wünsche ich alles Gute.

Vielen Dank.

Jul 12

80 Jahre Feuerwehr und 20 Jahre Jugendfeuerwehr
am Sonntag, dem 20. Juli 2014
in Pfalzfeld

80j_FFW_Pfalzfeld

« Ältere Artikel