Pfalzfeld ist schuldenfrei – 380.000 € Rücklagen

Haushalt 2014

Keine Schulden, hohe Rücklagen und Spielraum für Investitionen. Pfalzfeld ist hervorragend aufgestellt für die Zukunft. Der Gemeindesäckel ist gut gefüllt. Die liquiden Mittel liegen bei rund 380.000 € und das ohne Einnahmen aus eigenen Windkraftstandorten oder Schlüsselzuweisungen vom Land.

Der von Ortsbürgermeister Karl Moog dem Gemeinderat vorgelegte Haushaltsentwurf 2014 sieht im Ergebnishaushalt, er berücksichtigt auch den Wertverlust öffentlicher Gebäude, Erträge von 1.164.000 € und Aufwendungen in Höhe von 1.193.000 € vor. Im Finanzhaushalt wird mit Einkünften in Höhe von 1.050.000 € und mit Aufwendungen von 1.105.000 € gerechnet. Leicht finanzierbar ist der im Haushalt ausgewiesene Fehlbetrag, der sich aus Investitionen für den Ausbau der Hausbayer Straße ergibt, aus den Rücklagen. Trotz umfangreicher kassenwirksamer Ausgaben im Jahre 2013, wie etwa die Sanierung des Kindergartens und der Mehrzweckhalle, dem Erwerb von maroden
Gebäuden in der Ortsmitte sowie dem Spielplatz am Kindergarten und der Anlage von befestigten Verbindungswegen ist die Gemeinde – nunmehr seit Jahren – schuldenfrei.

Unter der Voraussetzung einer weiterhin verantwortungsvollen und sparsamen Finanzpolitik, können auch in den Jahren 2015 bis 2017 freie Finanzspitzen gebildet werden. Das Eigenkapital wird sich in diesem Zeitraum um mindestens 200.000 € erhöhen. Um in den Genuss von Landesförderungen für den Ausbau der Gehwege in der Hausbayer Straße zu gelangen, war den „neusten Anforderungen“ des Landesfinanzausgleichsgesetzes folgend eine Erhöhung der Realsteuersätze notwendig.

Ab 1. Januar 2014 gelten folgende Anpassungen:
Die Grundsteuer A wurde von 285 Prozent um 15 Prozent auf die geforderten 300 Prozent, die  Grundsteuer B von 338 Prozent auf 365 und die Gewerbesteuer von 350 Prozent auf 365 Prozent angehoben.

An größeren Einnahmen sind in 2014 rund 100.000 € Grundsteuer, 170.000 € Gewerbesteuer, 250.000 € Einkommensteuer, 20.000 € Konzessionsabgaben und 10.000 € Zweitwohnsteuer zu erwarten. Ein erheblicher Ausgabenfaktor ist die Kreisumlage mit 270.000 €. An die Verbandsgemeinde sind 190.000 € zu zahlen.

Für die Reparatur von Straßen und Gehwegen werden im Haushalt 13.000 € veranschlagt. Die Unterhaltung und Abschreibung von Gemeindehaus und Mehrzweckhalle schlägt mit 22.000 € zu Buche. Der Friedhof, eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, kostet 16.000 €. Der Betrieb des Kindergartens belastet den Haushalt mit gut 30.000 €.

In seinen Ausführungen zum Haushalt erinnert der Ortsbürgermeister daran, dass die Hauptstraße und die St. Goarer Straße sowie die parallel verlaufenden Gehwege dringend erneuert werden müssen. Hier ist man aber auf die Straßenbaulastträger – nämlich das Land und den Kreis – angewiesen. Allerdings sollten Sonderrücklagen gebildet werden, um die Maßnahmen in absehbarer Zeit anzugehen.

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