
Noch sind die Schulferien nicht zu Ende, und schon gibt es in Pfalzfeld wieder etwas zu feiern: Pfalzfelder Markt ist angesagt. Am Freitag dem 13. August um die Mittagszeit öffnen die Marktstände. Für den spritzigen Auftakt sorgt Ortsbürgermeister Karl Moog, der pünktlich um 12:00 Uhr das erste Faß anzapfen wird und die Gäste mit Freibier begrüßt.
Bis spät in die Abendstunden können sich kleine wie große Marktbesucher amüsieren. Kaufleute und fliegende Händler haben einen ansprechend feinen Markt aufgebaut. Zur Stand-Parade kommen ein Bierzeit, Weinstände, Bierpavillons, Grillstände, Süßwarengeschäfte und diverse Spezialanbieter. Kunsthandwerker jeder Couleur bieten wieder ihre Waren feil. Dem interessierten Liebhaber werden neben Kunstgegenständen aus Keramik, Glas, Ton, Email und Stein auch Zinn-, sowie Silberunikate zu erschwinglichen Preisen angeboten.
Der Reiz des Marktes besteht aber auch darin, daß er auf eine mehr als 600-jährige Tradition (seit 1410) zurückblicken kann und mitten im Wald abgehalten wird. Prägendes Element sind die uralten Kastanien, deren weit ausladende Kronen vor Sonne und Regen schützen. Daß sich die vielen Marktbesucher wohl fühlen, dafür sorgen, neben der Gemeinde Pfalzfeld, die im „Vereinsring“ zusammengeschlossenen Ortsvereine.
Karl Moog, Ortsbürgermeister
Bilder vom Pfalzfelder Markt 2009 finden Sie >>HIER.
Während des 1. Weltkrieges (1914-18), als viele Männer im Kriegsdienst waren und sich die Frauen verstärkt um die Landwirtschaft kümmern mussten, war schon in Pfalzfeld - so wird es überliefert - zeitweise im Gemeindesaal im alten Backhaus eine Kinderbetreuungsgruppe eingerichtet.
Aus der Pfalzfelder Schulchronik ist bekannt, dass auch im Jahre 1928 in demselben Gemeindesaal eine Art Kindergarten eingerichtet war. „Fräulein Hilde Hercher aus Düsseldorf“ beschäftigte im Frühjahr und Sommer die vorschulpflichtigen Kinder. Die vielbeschäftigten Bauersfrauen waren darüber sehr erfreut.
Es waren 23 Kinder, evangelische und katholische im Alter von 3 bis 6 Jahren, die sich zum
Unterricht bei Frl. Hercher einfanden. Da lernten die Kleinen Sing- und Nachahmungsspiele, machten Taktübungen zum Tamburin und leichte Turnübungen, lernten beobachten und ihre Gestaltungskraft im Spiel mit bunten Klötzchen und anderen Dingen betätigen, und kein Unterricht begann ohne religiöse Unterweisung.
Von Mitte der 30er Jahre bis Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts richtete die Gemeinde zeitweise einen Kindergarten in dem ehemaligen Jugendheim in der St. Goarer Straße (jetzt Anwesen Buchholtz) ein. Hier sind Else Schlosser, Anna Vogt und später in der Nachkriegszeit Elfriede Luy als Betreuerinnen tätig gewesen.
Als zu Beginn der 70er Jahre die große rheinland-pfälzische Verwaltungsreform mit der Bildung des Rhein-Hunsrück-Kreises und der Verbandsgemeine Emmelshausen abgeschlossen war, wurde in unseren Dörfern das Bestreben nach Kindergartenplätzen immer stärker. Es sollten aber noch einige Jahre mit intensiven politischen Diskussionen vergehen, bis endlich am 1. September 1976 auf Initiative des Ortsbürgermeisters Manfred Michel der Betrieb eines provisorischen Zwei-Gruppen-Kindergartens aufgenommen werden konnte.
Der Kindergarten wurde im bisherigen Gemeindesaal neben der Mehrzweckhalle untergebracht. Die Mehrzweckhalle durfte als Gymnastikraum und eine angepachtete Wiese als Spielplatz bzw. Spielwiese mitgenutzt werden. Die Leitung dieses provisorischen Zwei-Gruppen-Kindergartens übernahm Marita Minning.
Schon bald war der Kindergarten zu klein. 1986 ist er endlich zu einem regulären Zwei-Gruppen-Kindergarten umgebaut worden. Während der viereinhalbmonatigen Umbauphase wurde der Kindergartenbetrieb in die Mehrzweckhalle verlegt. Im Januar 1987 konnte der Zwei-Gruppen-Kindergarten nach feierlicher Einweihung in Betrieb genommen werden.
Das Kindertagesstättengesetz, Rechtsgrundlage der Kindergärten, ist 1991 vom rheinland-pfälzischen Landtag dahingehend geändert worden, dass allen dreijährigen Kindern ab 1. August 1993 ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zugebilligt wurde. Diese Rechtsänderung und die in den Jahren zuvor gestiegenen Geburtenzahlen führten dazu, dass erneut Kapazitätsengpässe auftraten. Die Ortsgemeinde Pfalzfeld mit dem amtierenden Ortsbürgermeister Karl Moog musste eine Übergangslösung schaffen. Pünktlich zum 1. September 1993 wurde in ca. 300m Entfernung eine dritte Gruppe, die „Bärengruppe“,
mit 22 Kindern als gelungenes Provisorium im Sitzungssaal der Gemeinde in der Ringstraße eingerichtet.
Nachdem alle Finanzierungsfragen geregelt waren, konnte im Mai 1995 mit einem neuen Erweiterungsbau am eigentlichen Kindergarten begonnen werden. Wieder wurde in die Mehrzweckhalle umgezogen. Sogar die ausgelagerte „Bärengruppe“ musste mit umziehen, da das alte Gebäude zeitgleich abgebrochen und dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses weichen musste. Anfang Januar 1996 konnten die 75 Kinder in ihr „neues Haus“ einziehen.
Ortsbürgermeister Karl Moog bedankte sich bei der Einweihungsfeier auch bei den Erzieherinnen, die während der Umbauphase und der Auslagerung der dritten Gruppe unter erschwerten Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet hätten.
Seit einiger Zeit gehen die Kinderzahlen in unserem Einzugsbereich zurück. Dadurch wurde es möglich, eine der drei Gruppen als „Spatzengruppe“ für Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren einzurichten.
Aktuelle Informationen zum Pfalzfelder Kindergarten finden Sie HIER.
Am Sonntag, dem 6. Juni 2010, konnte der Dorfverein Pfalzfeld stolz den Auftritt des Michael Jackson Doubles Ralf Abel im Rahmen des Kirmesprogramms ankündigen. Zahlreiche Zuschauer waren zu diesem Ereignis gekommen. Die Erwartungen waren hoch, da das Michael Jackson Double aus dem Fernsehen bekannt ist.
Ralf Abel hatte keine Probleme diese Erwartungen zu erfüllen. Seine Performance beeindruckte die Zuschauer und sorgte für ein unvergessliches Erlebnis. Er gewann schnell das Publikum für sich, indem er Kinder und Erwachsene in sein Programm einband. Der Auftritt des Michael Jackson Doubles war sicherlich für viele Besucher das Highlight der Pfalzfelder Kirmes 2010.
Am 2. Wochenende nach Pfingsten feiern wir unsere diesjährige Kirmes. In Verbindung mit dem „Pfalzfelder Markt“ lässt sich die Kirmes seit dem 15. Jahrhundert nachweisen.
Sicherlich hat sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte die Gestaltung der Festtage gewandelt. Aber auch heute noch nimmt die Kirmes im Reigen der vielen Feste, die im privaten und öffentlichen Bereich gefeiert werden, eine besondere Stellung ein.
Sie bietet hervorragende Gelegenheit, vom Stress des Alltags einmal abzuschalten und einige frohe Stunden in schöner Gesellschaft zu verleben. Es werden wieder viele Gäste nach Pfalzfeld kommen, um mit uns zu feiern. Sie heiße ich herzlich willkommen und wünsche der Kirmes einen guten Verlauf.
Karl Moog, Ortsbürgermeister
Festprogramm:
