Jun 19

Während des 1. Weltkrieges (1914-18), als viele Männer im Kriegsdienst waren und sich die Frauen verstärkt um die Landwirtschaft kümmern mussten, war schon in Pfalzfeld - so wird es überliefert - zeitweise im Gemeindesaal im alten Backhaus eine Kinderbetreuungsgruppe eingerichtet.
Aus der Pfalzfelder Schulchronik ist bekannt, dass auch im Jahre 1928 in demselben Gemeindesaal eine Art Kindergarten eingerichtet war. „Fräulein Hilde Hercher aus Düsseldorf“ beschäftigte im Frühjahr und Sommer die vorschulpflichtigen Kinder. Die vielbeschäftigten Bauersfrauen waren darüber sehr erfreut.

Es waren 23 Kinder, evangelische und katholische im Alter von 3 bis 6 Jahren, die sich zum
Unterricht bei Frl. Hercher einfanden. Da lernten die Kleinen Sing- und Nachahmungsspiele, machten Taktübungen zum Tamburin und leichte Turnübungen, lernten beobachten und ihre Gestaltungskraft im Spiel mit bunten Klötzchen und anderen Dingen betätigen, und kein Unterricht begann ohne religiöse Unterweisung.

Von Mitte der 30er Jahre bis Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts richtete die Gemeinde zeitweise einen Kindergarten in dem ehemaligen Jugendheim in der St. Goarer Straße (jetzt Anwesen Buchholtz) ein. Hier sind Else Schlosser, Anna Vogt und später in der Nachkriegszeit Elfriede Luy als Betreuerinnen tätig gewesen.

Als zu  Beginn der 70er Jahre die große rheinland-pfälzische Verwaltungsreform mit der Bildung des Rhein-Hunsrück-Kreises und der Verbandsgemeine Emmelshausen abgeschlossen war, wurde in unseren Dörfern das Bestreben nach Kindergartenplätzen immer stärker. Es sollten aber noch einige Jahre mit intensiven politischen Diskussionen vergehen, bis endlich  am 1. September 1976 auf Initiative des Ortsbürgermeisters Manfred Michel  der Betrieb eines provisorischen Zwei-Gruppen-Kindergartens aufgenommen werden konnte.

Der Kindergarten wurde im bisherigen Gemeindesaal neben der Mehrzweckhalle untergebracht. Die Mehrzweckhalle durfte als Gymnastikraum und eine angepachtete Wiese als Spielplatz bzw. Spielwiese mitgenutzt werden. Die Leitung dieses provisorischen Zwei-Gruppen-Kindergartens übernahm Marita Minning.

Schon bald war der Kindergarten zu klein. 1986 ist er endlich  zu einem regulären  Zwei-Gruppen-Kindergarten umgebaut worden. Während der viereinhalbmonatigen Umbauphase wurde der Kindergartenbetrieb in die Mehrzweckhalle verlegt. Im Januar 1987 konnte der Zwei-Gruppen-Kindergarten nach feierlicher Einweihung in Betrieb genommen werden.

Das Kindertagesstättengesetz, Rechtsgrundlage der Kindergärten, ist 1991 vom rheinland-pfälzischen Landtag dahingehend geändert worden, dass allen dreijährigen Kindern ab 1. August 1993 ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zugebilligt wurde. Diese Rechtsänderung und die in den Jahren zuvor gestiegenen Geburtenzahlen führten dazu, dass erneut Kapazitätsengpässe auftraten. Die Ortsgemeinde Pfalzfeld mit dem amtierenden Ortsbürgermeister Karl Moog musste eine Übergangslösung schaffen. Pünktlich zum 1. September 1993 wurde in ca. 300m Entfernung eine dritte Gruppe, die „Bärengruppe“,
mit 22 Kindern als gelungenes Provisorium im Sitzungssaal der Gemeinde in der Ringstraße eingerichtet.

Nachdem alle Finanzierungsfragen geregelt waren, konnte im Mai 1995 mit einem neuen Erweiterungsbau am eigentlichen Kindergarten begonnen werden. Wieder wurde in die Mehrzweckhalle umgezogen. Sogar die ausgelagerte „Bärengruppe“ musste mit umziehen, da das alte Gebäude zeitgleich abgebrochen und dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses weichen musste. Anfang Januar 1996 konnten die 75 Kinder in ihr „neues Haus“ einziehen.
Ortsbürgermeister Karl Moog bedankte sich bei der Einweihungsfeier auch bei den Erzieherinnen, die während der Umbauphase und der Auslagerung der dritten Gruppe unter erschwerten Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet hätten.

Seit einiger Zeit gehen die Kinderzahlen in unserem Einzugsbereich zurück. Dadurch wurde es möglich, eine der drei Gruppen als „Spatzengruppe“ für Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren einzurichten.

Aktuelle Informationen zum Pfalzfelder Kindergarten finden Sie HIER.

Apr 26

Seit nunmehr 17 Jahren ist es eine Selbstverständlichkeit für die Jugendfeuerwehr Pfalzfeld, den Wohlstandsmüll, den andere achtlos hinterlassen und wild in der Landschaft entsorgt haben, einzusammeln. Unter der bewährten Leitung von Florian Steeg, Jörg Liesenfeld und dem Jugendfeuerwehrwart Torsten Weißhaupt wurde wieder einmal die Pfalzfelder Gemarkung gründlich gereinigt. Die Ortsgemeinde Pfalzfeld bedankte sich bei den jungen Feuerwehrleuten mit einer Geldspende zur Finanzierung des nächsten Grillfestes.

Karl Moog, Ortsbürgermeister

Apr 2

Die Pfalzfeld-Seite enthält nun auch Informationen über den Pfalzfelder Kindergarten “Zwergenstübchen”. Unter “KiGa” sind die Informationen zusammengetragen. Weitere Photos und Fakten werden noch folgen.

Jan 16
Vandalismus
icon1 Karl Moog | icon2 Allgemein | icon4 16. Januar 2010| icon3Keine Kommentare »

Im Schutz der Dunkelheit haben sie wieder Ihre Stärke gezeigt.
In den ersten Januarnächten dieses Jahres ist der Weihnachtsbaum auf dem Backesplatz, die Weihnachtsbeleuchtung am Brunnen in der Hauptstraße und die Weihnachtsbeleuchtung in den Grünanlagen am Hofgarten/Friedhof, von unbekannten Tätern schwer beschädigt worden. Die kompletten Beleuchtungsanlagen wurden Opfer blindwütigem Aktivismus.
Es ist ein Schaden von rund 400,00 Euro zu beklagen.
Sachdienliche Hinweise nimmt der Unterzeichner entgegen.

Karl Moog, Ortsbürgermeister

Jan 3

Im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Pfalzfelder Gemeinderates standen die Forstwirtschaftpläne 2010 und 2011. Ortsbürgermeister Karl Moog konnte neben Revierleiter Steffen Fromm, einen eher seltenen Gast in Pfalzfeld, den Leiter des Forstamtes Boppard, Dr. Gerd Loskant, begrüßen. Ausführlich berichteten die Forstfachleute über die waldbauliche Entwicklung im Gemeindewald. Die Vorgaben der Forsteinrichtung waren ebenso Thema wie die starke Beeinträchtigung des Holzmarktes durch die Orkane Kyrill und Emma.

Besorgt zeigten sich die Förster über die fast 25 % Nachfrage- und Preiseinbrüche im Nadelholzbereich, den „Brotbäumen“ vieler Vorderhunsrückgemeinden. Der sich seit Jahren abzeichnenden Klimaveränderung trägt man in Pfalzfeld in besonderer Weise Rechnung. Bereits vor knapp 70 Jahren wurde bei der Wiederaufforstung eines rund 90 Hektar großen „Kriegsentschädigungschlages“ penibel darauf geachtet, dass vielfach die kaum trockenresistente Fichte durch die Douglasie ersetzt wurde. Heute kann man auf hiebreife Douglasien zurückgreifen, was wiederum den Forsthaushalt spürbar entlastet.

Auch zukünftig ist beabsichtigt möglichst auf die Fichte zu verzichten. Statt dessen sollen die Ersatzbaumarten Douglasie, Wärme liebenden Laubhölzer wie Eiche  und diverse Wildobstarten (Elsbeere) in den Boden gebracht werden. Abschließend wies der Forstmeister darauf hin, dass sich Holz immer mehr zu einem wertvollen (regenerativen) Rohstoff entwickelt habe mit dem positiven Effekt, dass der Wald
kurz- bis mittelfristig zu einem wichtigen Renditeobjekt avanciere. Nachdem in den Jahren 2006 bis 2009 insgesamt gut 30.000,00 € waldwirtschaftliche Gewinner erzielt  wurden, ist auch für die Forstwirtschaftsjahre 2010 und 2011 mit einem Plus in Höhe von 7.000,00 € zu rechnen.

Wie bereits in den Jahren 2008 und 2009, verzichtete der Gemeinderat im Jahre 2010 ebenfalls auf eine Erhöhung der Brennholzpreise. Dem Vorschlag der Forstverwaltung, hinsichtlich der Neuabgrenzung der „Reviere“, wurde zugestimmt.

(Forstwirtschaft-Bericht 2010/2011)

« Ältere Artikel